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32. Internationales Jazzfestival Viersen

Bereits zum 32. Mal findet in Viersen das Internationale Jazzfestival statt. Für drei Bühnen und das Public Viewing im überdachten Innenhof hat die Kulturabteilung der Stadt Viersen ein Programm zusammengestellt, das Jazz in verschiedensten Facetten präsentieren wird. Und nicht nur das, auch Soul, Funk, Elektro und Blues zeigen immer wieder, was in ihnen steckt.

Neben der Riege bekannter Stars, die wir wieder begrüßen dürfen, ist eine weitere gute Nachricht, dass die Preise geblieben sind. 60 Euro fürs Festivalticket, 45 Euro für das Tagesticket am Freitag oder Samstag und 7,50 Euro für den Junior's Jazz Open am Sonntag. Das Programm startet am Freitag, 21. September, um 19 Uhr und am Samstag, 22. September, um 18 Uhr.

Das Jugendformat Jazzband Challenge feiert 2018 ein kleines Jubiläum, denn bereits zum fünften Mal wird talentierten Nachwuchs-Musikerinnen und -Musikern die Möglichkeit gegeben, ihre Jazz-Band oder ihr Projekt vorzustellen und einen Auftritt beim diesjährigen Jazzfestival zu gewinnen.

In Zusammenarbeit mit der Viersener Rockschicht gibt es zwei Wochen vor dem Festival, am 07. September, 20 Uhr, in der Rockschicht an der Bahnhofstraße einen Wettbewerb, bei dem das Publikum und eine Jury unter dem Vorsitz des international renommierten Mundharmoniker-Spielers Konstantin Reinfeld die Gewinner wählen. Es gibt zwei Gewinnerbands, die an beiden Festival-Abenden das Programm im Ali-Haurand-Keller eröffnen.

Bewerben kann man sich bei der Kulturabteilung der Stadt Viersen

Internationales Jazzfestival
Felix Brünker Heimbachstraße 12,
41747 Viersen

oder per E-Mail an jazzfestival@viersen.de.

Internationalität steht im Zentrum des 32. Jazzfestivals Viersen. Bestes Beispiel ist der diesjährige "Artist in Residence" Omer Klein, Preisträger zahlreicher Jazzwettbewerbe, der laut Jazz-Podium zur Creme der zeitgenössischen Jazzpianisten gehört. Darüber hinaus gehört der 1982 in Israel geborene Musiker zur kleinen auserwählten Gruppe der Steinway-Artisten. Für die Bühne 2 am ersten Festivalabend hat er drei Konzerte angekündigt: den Auftakt macht er als Solist. Es folgt ein Duo mit dem bekannten Jazz-Bassisten, Bandleader und Komponisten Omer Avital, den er extra für Viersen aus den USA einfliegen lässt. Den dritten Act bestreitet er mit seinem Trio " Haggai Cohen Milo am Bass und Amir Bresler am Schlagzeug. Sicherlich eine spannende Programmvielfalt, die jedes "Jazzherz" höher schlagen lässt.

Den Festivalauftakt auf Bühne eins übernimmt der britische Soul- und Jazzsänger Myles Sanko mit einer Stimme "einfach zum Niederknien". 1980 in Accra, der Hauptstadt Ghanas, geboren, präsentiert das "Love Child of Soul Music" zusammen mit seiner sechsköpfigen Band eine enorme Bandbreite vom melodischen Soul-Jazz über Acid bis hin zum tanzbaren Feel-Good-Soul. Den großen Durchbruch feierte der charismatische Sänger mit seinem letzten Album "Just Being me", aus dem auch in Viersen Titel vorgestellt werden. Ein großer Fan Myles Sankos ist kein Geringerer als Gregory Porter.

Was macht eine Band, die schlicht und ergreifend wegen eines zu engen Tourplans ihr 20-jähriges Bandjubiläum vergisst" Ganz einfach: Sie feiert ihr 22-jähriges Jubiläum " und das dann richtig groß im Großen Saal der Elbphilharmonie, denn Gustav Peter Wöhler, Schauspieler, Rocksänger und Entertainer, hatte geladen. Und mit gefeiert haben im Januar diesen Jahres 2100 Besucher. Gemeinsam mit seinen kongenialen Band-Kollegen Kai Fischer, Mirko Michalzik und Olaf Casimir stand ein "Best of" ihrer größten Hits auf dem Jubiläumsprogramm. "Behind Blue Eyes" heißt die Jubiläumstour, die die vier Musiker auf das Viersener Festival führt. Die Auftritte des bekannten Schauspielers mit seiner Band sind längst Kult. Gespielt und interpretiert werden nur Songs, die sie selbst auch gerne hören.

Till Brönner und Dieter Ilg - Foto: Chris Noltekuhlmann

Am Samstagabend übernehmen im Startrompeter Till Brönner und dem Freiburger Bassisten Dieter Ilg zwei Hochkaräter des deutschen Jazz die Festhallenbühne und präsentieren ihr neues gemeinsames Album "Nightfall". Der Wahlberliner Till Brönner, 1971 in Viersen geboren, und der Freiburger Dieter Ilg haben in verschiedensten Konstellationen große Begeisterung beim Publikum ausgelöst. Gerade wurden für den Herbst 2018 noch acht weitere Konzerte bekannt gegeben. Ihr Auftritt wird sicher ein Höhepunkt des Festivals werden.

Im Anschluss wird die französische Electro Deluxe Big Band die Hauptbühne rocken. Handgemacht, kompakt, hochgradig energiegeladen. Mit knackigem Funk und ihrem stimmgewaltigen Frontmann James Copley, optisch zwischen George Clooney und Robbie Williams gelegen, zünden die französischen Musiker von der ersten Sekunde an ein fettes musikalisches Feuerwerk. In Frankreich ist die Band von keinem Festival-Line-up mehr wegzudenken. Verstärkt durch ihre Big Band werden 18 Musiker den Saal zum Beben bringen.

"Skandinavien stellt sich vor" heißt es am zweiten Festivaltag auf Bühne zwei. In den ersten beiden Sets stellt der schwedische Pianist und Komponist Jacob Karlzon, sich und seine Musik vor. Gemeinsam mit dem dänischen Bassisten Morten Ramsbøl und Rasmus Kihlberg am Schlagzeug zeigt der 1970 in Jönköping geborene Karlzon, dass man auch mit der klassischen Konstellation aus Piano, Kontrabass und Schlagzeug musikalisches Neuland betreten kann. Überhaupt ist dem technisch äußerst versierten Jazzpianisten die allgemeine Definition "Jazz" zu eng geworden. Auf seinem neuen Album "Now" verbindet er alle bisherigen Erfahrungen und kombiniert elektronische Elemente von Synthesizer und Computer mit der Vielfalt seines Klavierspiels. Man darf gespannt sein.

Im zweiten Teil des Abends geht es auf Bühne zwei hoch her, denn nach dem schwedisch/dänischen Jacob-Karlzon-Trio erobern die spielfreudigen Musiker um den norwegischen Geiger Bjarte Eike den Ernst-Klusen-Saal. Die Alehouse Sessions mit den Barokksolistene sind Crossover-Konzerte par excellence, sie verbinden scheinbare Gegensätze: Kunst- und Volksmusik, Konzert und Happening, Musikvortrag und Schauspielerei. Das Ensemble ist in ganz Europa wegen seiner Virtuosität und seines ansteckenden Humors gefragt .

Der Ali-Haurand-Keller ist der jungen Musikergeneration vorbehalten. Neben den Gewinnern der Jazzband Challenge sorgen der bekannte Mundharmonikaspieler Konstantin Reinfeld, der Jazzpianist Christoph Spangenberg sowie die russischstämmige Sängerin und Songwriterin Maya Fadeeva für groovige Clubatmosphäre.

Moderatoren der Abende sind Dieter Könnes, WDR-Zuschauerinnen und -zuschauern durch seine Sendung "Könnes kämpft" bekannt, und der Pate der Jazzband Challenge, Konstantin Reinfeld.

Der dritte Tag gehört den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern, ihren Verwandten, Freundinnen und Freunden. Auf dem Programm steht um 15 Uhr "Ritter Rost und der Schrottkönig". Und alle sind sie da, die Stars aus den ersten Ritter-Rost-Sendungen. Ritter Rost, das Burgfräulein Bö, ihr sprechender Hut und der Drache Koks und das Tolle ist, gesprochen werden sie von den Originalstimmen der CD. Mit von der Partie ist das Jugendjazzorchester NRW unter der Leitung von Thomas Haberkamp. Was es mit dem verseuchten Rohrpostsystem auf sich hat, wird an dieser Stelle nicht verraten. Seit seiner Uraufführung 2014 wird das packende Erfolgsmusical bejubelt und gefeiert. Ein Muss für alle Ritter-Rost-Fans und die ganze Familie.

Titelfoto: Electro Deluxe, HLB

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