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Symbol für freiheitliches Denken, für Offenheit und Ernsthaftigkeit

Bürgermeisterin Sabine Anemüller hat zur Übergabe der "Zirbel" von Gereon Krebber an die städtische Skulpturensammlung am Sonntag, 10. Juni 2018, die Bedeutung der Sammlung und der neuen Skulptur hervorgehoben. In ihrer Rede sagte sie über die Sammlung: "Diese kleine, feine, vielgestaltige, zweckfreie Sammlung von Kunstwerken ist ein Symbol für das freiheitliche Denken, für die Offenheit und die Ernsthaftigkeit des in unserer Stadt waltenden Denkens und Handelns."

Über ein halbes Jahrhundert seien monumentale Skulpturen unterschiedlicher Form, Größe und Materialität aus den verschiedensten Teilen der Welt nach Viersen gelangt: "Genau diese Internationalität tut uns gut. Sie verbindet den Namen unserer Stadt mit allen möglichen Teilen dieser Welt und hilft, über den sprichwörtlichen Tellerrand zu schauen." Eine Sammlung wie diese könne neue, unerwartete Perspektiven eröffnen.

Das gelte nicht nur mit Blick auf die Kunst, die immer auch Raum für Diskussionen gebe und geben solle. Neue Perspektiven eröffne der Blick über den Tellerrand möglicherweise auch im Hinblick auf die Integration neuer Bürgerinnen und Bürger. Oder bei der Arbeit unserer Unternehmen und dem Ausbau ihrer überregionalen und internationalen Verbindungen.

Dr. Albert Pauly, Vorsitzender des als Motor der Skulpturensammlung zu nennenden Vereins für Heimatpflege Viersen, erinnerte an den historischen Ruf Viersens als "die Kulturstadt im Grenzland". Viele Institutionen und Menschen leisteten einen Beitrag dazu, dass die Stadt diesem Ruf weit über die eigenen Grenzen hinaus wieder gerecht werden könne. Dass die "Kulturstrolche" (hier von der Körnerschule) die Skulptur enthüllten, sei zudem ein gutes Zeichen für die Zukunft.

Die Bürgermeisterin verwies in diesem Zusammenhang auf eine Begebenheit bei der Probeaufstellung der "Zirbel" im vergangenen November. Dort habe sie den Künstler spontan gefragt, ob er sich vorstellen könne, seine Kunst auch Kindern in Viersen nahezubringen. Gereon Krebber habe sofort zugesagt " so entstand das Sommerferienangebot "Gipsen mit Gereon" für Acht- bis Zwölfjährige. Sabine Anemüller: "Ich finde es wunderbar, dass die Kinder unserer Stadt auf diese Weise die Chance haben, einen kreativen und spielerischen Zugang zur Kunst zu bekommen. Auch, um als Erwachsene den Wert einer Sammlung wie dieser für ihr Lebensumfeld schätzen zu können."

Die Sammlung mit ihren nunmehr zwölf herausragenden Arbeiten sei ein Open-Air-Museum für die ganze Stadt und wirke weit darüber hinaus: "An 365 Tagen im Jahr 24 Stunden zugänglich, ohne Zäune und bei freiem Eintritt, für jederfrau und jedermann: Welches Kulturprojekt, welche Museum kann das schon von sich behaupten?" Die ebenfalls am 10. Juni eröffnete Ausstellung mit Arbeiten Krebbers in der Städtischen Galerie im Park gebe allen zudem die Gelegenheit, sein künstlerisches Handeln und sein kritisches Vermögen kennenzulernen.

Gereon Krebber ging in seinen Begrüßungsworten kurz auf die öffentlichen Debatten in Viersen über seine "Zirbel" ein. Der Kunstprofessor sprach an, dass seine Arbeit insbesondere in sozialen Netzwerken mit Hunde-Hinterlassenschaften verglichen worden war. Er sagte, er könne es verstehen, wenn Menschen Schwierigkeiten mit einer Skulptur haben, die etwas zeigten, das aussehe "als komme es von da unten", das aber in Wirklichkeit seinen Platz "da oben im Gehirn" habe.

Foto: Stadt Viersen

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