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Sturm Friederike - Erste Bilanz

Sturm Friederike: Schwere Schäden am Hohen Busch und auf den Süchtelner Höhen - Wald nicht betreten

Der Sturm Friederike am Donnerstag, 18. Januar 2018, hat am Hohen Busch und auf den Süchtelner Höhen schwere Schäden im Wald angerichtet. Stadtförster Rainer Kammann sprach in einer ersten Einschätzung davon, dass im Bereich Wildgehege/Kletterwald 70 Prozent der Bäume umgestürzt oder massiv geschädigt seien. Im Bereich der Peter-Stern-Allee sehe es ähnlich aus. Kammann warnte dringend davor, in den nächsten Tagen in den Wald zu gehen.

Insbesondere Kiefern und Fichten seien großflächig umgeweht worden. Es gebe sehr viele Schäden und Totalverluste sowohl an innerstädtischen Einzelbäumen als auch im Wald. Zur Frage, wie viele Tiere noch im Wildgehege seien, könne er noch nichts sagen. Manche Bereiche seien momentan gar nicht erreichbar. Eine genaue Aufnahme der Schäden an Bäumen werde erst in einigen Tagen vorliegen.

Die Aufräumarbeiten im innerstädtischen Bereich werden mindestens bis Ende nächster Woche dauern. Für den Wald rechnet er mit einer Arbeitszeit von drei bis vier Wochen. Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe am Donnerstag weitgehend im Einsatz waren, um die Feuerwehr bei Notfällen zu unterstützen, kann die Sturmschadenskontrolle erst am Freitag beginnen. Sie wird mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Bis dahin warnt die Stadt nicht nur vor dem Betreten des Waldes. Auch Parks und Grünanlagen sollten gemieden werden. Generell ist insbesondere in der Nähe von Bäumen erhöhte Vorsicht angeraten. Die Sperre der städtischen Friedhöfe und Sportplätze bleibt zunächst bestehen.

Erste Bilanz der Feuerwehr - Keine Verletzten bekannt

Die ersten Meldungen über Sturmschäden waren gegen 10 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen. Mit zunehmender Zahl der Anrufe wurde Gesamtalarm ausgelöst. Das bedeutet, dass alle Wachen, Gerätehäuser und Fahrzeuge mit ehrenamtlichen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr aus allen Löschzügen und Löschgruppen besetzt wurden. Von dort wurden die sturmbedingten Einsatzorte angefahren. Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr sorgten für die Absicherung in allen anderen Einsatzbereichen.

Außerdem wurde die Einsatzleitwagen-Gruppe (ELW-Gruppe) alarmiert, die den weiteren Sturmeinsatz steuerte. Die Städtischen Betriebe unterstützten die Arbeiten mit allen verfügbaren Kräften. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von der Hauptwache an der Gerberstraße aus eingesetzt.

Alle gemeldeten Einsatzstellen wurden zunächst von Erkundern angefahren. Anhand der Schadenslage wurde festgelegt, welche Schäden mit welchen Kräften in welcher Reihenfolge abgearbeitet werden. Vielfach beschränkte sich die Arbeit der Feuerwehr und der Städtischen Betriebe darauf, die Unglücksstelle abzusichern. Die Beseitigung der Schäden war dann Sache der Grundstückseigentümer.

An vielen Stellen mussten Bäume von der Fahrbahn und Gehwegen entfernt werden. Wo Äste herausgebrochen waren, wurden Bäume beschnitten. Damit sollte verhindert werden, dass Äste abbrechen und zu Boden fallen. An der Königsberger Straße mussten Bäume von den Industriebahngleisen entfernt werden. In einem Fall fiel ein Baum auf eine Garage und zerstörte das darin stehende Auto. An der Weiherstraße wurde das Haus, in dem es am 23. Dezember 2017 gebrannt hatte, erneut in Mitleidenschaft gezogen. Das provisorisch gesicherte Dach wurde vom Sturm zerstört.

Weil die Kreis-Leitstelle an der Gerberstraße zeitweise die Vielzahl der Anrufe nicht mehr bewältigen konnte, richtete die Feuerwehr eine E-Mail-Adresse ein. Unter dieser konnten die Bürgerinnen und Bürger Sturmschäden melden. So konnte die Leitstelle entlastet und die Rufnummer 112 für (andere) Notfälle freigehalten werden.

Bei der Feuerwehr waren 75 Wehrleute mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Die Städtischen Betriebe steuerten 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zehn Fahrzeuge bei. Bei der Feuerwehr wurden keine Fälle von ernsthaften Verletzungen infolge des Sturms im Stadtgebiet bekannt.

Einschätzungen zur Höhe des Sachschadens sind derzeit nicht möglich. Details zu einzelnen Einsatzorten und Umfängen liegen ebenfalls nicht vor, da die Abarbeitung der gemeldeten Schäden Vorrang hatte und hat.

 

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