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Stadt und Gutachter informieren über die Sanierung der Narrenmühle

Die Stadt Viersen lädt für Donnerstag, 4. Oktober 2018, zu einem Informationsabend über die anstehende Sanierung der Dülkener Narrenmühle ein. Die Veranstaltung in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums an der Brandenburger Straße 1 beginnt um 19 Uhr. Neben einer Einschätzung der Stadt wird es einen Bericht des auf Windmühlen spezialisierten niederländischen Ingenieurbüros Groen geben.

Das Büro Groen hat die Narrenmühle im Sommer gründlich untersucht. Zurzeit steht die Mühle mit der angebauten Stahlkonstruktion sicher. Mit der Sanierung sollen die Stützbauten überflüssig und der Bestand der Mühle dauerhaft gesichert werden. Nach der Einschätzung des Gutachters müssen die Arbeiten an der Mühle nicht sofort beginnen. Er empfiehlt aber, nicht auf unbestimmte Zeit zu warten, sondern rasch mit den Planungen und Vorarbeiten zu beginnen. Diese Empfehlung beruht auch darauf, dass die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nimmt.

Die größten Probleme sieht das Ingenieurbüro in der Unterkonstruktion und dem innenliegenden Fachwerk der Seitenfassaden des Mühlenhauses. Hier seien mehrere Tragbalken, Pfosten und Diagonalstreben des Fachwerks verfault. Ursache sind Feuchtigkeit und eindringendes Wasser. Der Gutachter vermutet, dass es auf der Windseite des Mühlenhauses zudem weitere konstruktive Probleme gibt.

Er schlägt vor, das Mühlenhaus abzunehmen. Die beschädigten Bauteile müssten in einer Werkstatt bearbeitet werden. Dazu werde das Fachwerk zerlegt und unter weitestgehender Erhaltung der alten Baumaterialien ertüchtigt. Die Wiederherstellung erfolge dabei in alter Technik. Die Kosten für die Sanierung der Mühle schätzt der Gutachter auf 400.000 Euro.

Mögliche Förderquellen für die Erhaltung der Narrenmühle hat Ralf Lentzen, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement bei der Stadt Viersen, im Ausschuss für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz des Rates vorgestellt. So gebe es ein neues Landesprogramm der Heimatförderung mit dem Titel „Heimat-Zeugnis“. Innerhalb von vier Jahren stehen hier 150 Millionen Euro zur Verfügung. Die Maßnahmen würden mit Fördersätzen zwischen 80 und 90 Prozent unterstützt.

Die Förderrichtlinien seien derzeit noch nicht fertiggestellt. Dementsprechend gebe es noch keine Antragsfristen. In einer Erstabstimmung mit den für die Förderung zuständigen Stellen habe sich ergeben, dass die Sanierung der Narrenmühle förderfähig sein könne.

Deutlich niedriger sind die Fördersätze, wenn Denkmalpflegemittel des Landes verwendet werden. Hier gibt es zwischen 30 und 50 Prozent. Auch sind die Bestimmungen, welche Teile der Arbeiten gefördert werden können, deutlich strenger. Ergänzendes Geld könnte es hier aus Stiftungsmitteln geben. Das müsse im Einzelfall entschieden werden. Diese Mittel können erst im Jahr 2019 für 2020 beantragt werden.

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