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Politiker vorgestellt: Olaf Fander

Ich bin Olaf Fander, Bürgermeisterkandidat von FürVIE, 57 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder, alles Jungs. Ich bin im Stadtteil Süchteln geboren und lebe da auch immer noch.
Dort leite ich auch seit fast 30 Jahren mein eigenes Unternehmen, einen Handwerksbetrieb für Sanitär- und Heizungsbau.

Ich meine, es ist an der Zeit, dass Viersen endlich mal einen Bürgermeister bekommt, der wie ich, aus dem Handwerksbereich kommt. Der hier in Viersen eine eigene Existenz aufgebaut hat, der Mitarbeiter führen und motivieren kann und mit beiden Füssen fest im Arbeitsleben steht. Sich jeden Tag aufs Neue für seine Firma einsetzen muss um gegenüber den Mitbewerbern zu bestehen und für seine Mitarbeiter und seine Familie die Lebensgrundlage erhalten muss.
Ich bin ein Mann aus der Praxis für die Praxis!

Und in der praktischen Arbeit in der Stadtverwaltung gibt es noch eine Menge Potential, das von den bisherigen Bürgermeister-Amtsinhabern nicht genutzt wurde. Viele gute Leute arbeiten in der Stadtverwaltung und wo viele gute Leute arbeiten, muss es auch eine innovative, motivierende Führung geben. Und aus meiner jahrelangen Erfahrung in der Arbeitswelt erkennen Sie, dass ich genau mit diesen Fähigkeiten die Position des Bürgermeisters antreten werde.

Meine wichtigste Aufgabe als Bürgermeister wird es sein, die Verwaltung mit ihren über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem wirklichen Dienstleistungsunternehmen zu motivieren und weiter zu entwickeln. Verwaltungsabläufe müssen dringend vereinfacht werden, bürgerfreundlich und damit kundenfreundlich gestaltet werden. Das ist die Bürgernähe die wir in Viersen brauchen um die Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen und zu stärken.

Dazu gehört eine weitere strenge Haushaltskonsolidierung genauso wie Investitionen für und in die Zukunft unserer Stadt Viersen. Nur mit sparen auf „Deuvel komm raus“ kommen wir nicht weiter. Wir müssen auch Geld ausgeben, wenn wir damit unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Unternehmen stärken können. Denn nur da kommen auch unsere größten Einnahmen her: Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer.

Ich will keine Steuererhöhungen und erst recht nicht die Einführung von neuen dubiosen Steuern.
Die städtischen Unternehmen Viersener Aktienbau und die Grundstücksmarketing-Gesellschaft, die Stadtplanung und Stadtentwicklung, die Wirtschaftsförderung und das Citymanagement, das sind die Schwerpunkte für eine zielgerichtete Entwicklung unserer Stadt, die unsere Einwohnerzahl mindestens stabil hält, vielleicht sogar ausbaut.
Und dazu brauchen wir vor allem auch Familien mit Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt. Kinder und Jugendliche sind die Zukunft der Stadt Viersen.
Sicher ein abgedroschener Spruch, aber trotzdem hat er immer noch Gültigkeit.
Bei ein paar Jugendlichen kommt dann als erstes die Frage nach einem Kino und einer Disco in der Stadt. Ein interessanter Gedanke. Wer aber davon träumt, dass ich, als Bürgermeister, ein Kino oder eine Disco baue, den muss ich enttäuschen. Das ist nicht die Aufgabe eines Bürgermeisters oder einer Stadtverwaltung. Eine solche Investition – und hier spreche ich von ein paar Millionen – erfordert einen finanzstarken, risikobereiten, privaten Investor.
Ich verspreche Ihnen aber, wenn ein Investor sich eine solche Aufgabe zutraut und für den Bau eines Kinos oder einer Disco in Viersen bei der Stadtverwaltung anklopft, dann werde ich als Bürgermeister alles daran setzen, mit dem Investor kooperativ zusammenzuarbeiten und alles tun, was von Seiten der Verwaltung aus möglich ist, um das Projekt zu realisieren.
Bei der Verlagerung der Skateranlage ging es auch nur mit einem Investor, die GMG. Die finanziert die neue Skateranlage, die mit einem Finanzvolumen von über 100.000 Euro geplant ist.

Dafür habe ich mit einem frühzeitigen Antrag von FürVIE die Grundlagen gelegt. Über den Standort – Hoher Busch ja oder nein – kann man noch lange streiten, aber irgendwann muss man eine Entscheidung treffen und die ist nun mal nach Abwägung aller Für und Wider, die Sportanlage am Hohen Busch. Ein sehr gutes Beispiel, wie Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammenarbeiten können und für die Jugend in Viersen etwas bewegen können.

Aber nicht nur die jungen Menschen sind wichtig für unsere Stadt. Die 55+ Generation, wie sie genannt wird, hat unsere Stadt dahin gebracht, wo sie jetzt ist: Eine leistungsfähige starke Mittelstadt.

Das positivste Beispiel dafür ist unsere Einwohnerzahl. Das Statistikamt des Landes NRW hat uns jahrelang mit Prognosen gedroht, die einen fast drastischen Rückgang unserer Einwohnerzahl prophezeiten. Das ist nicht eingetroffen! Wir haben nicht nur unsere Einwohnerzahl stabilisieren können, sondern in den letzten 10 Jahren (seitdem FürVIE mit im Rat sitzt) auch ab und zu wieder leicht erhöhen können. Das hat mit Wirtschaftsförderung zu tun, das hat mit den interessanten Wohnbaugebieten zu tun und das hat auch mit der 55+ Generation zu tun.
Investoren haben schon viele seniorengerechte Wohnungen und Häuser gebaut. Damit binden wir nicht nur die Viersener Senioren an unsere Stadt, sondern es kommen auch welche aus dem Umland zu uns. Diese Angebote sind aber noch lange nicht ausgereizt. Vor allem in Dülken und Süchteln sehe ich da noch eine Menge Potential. Auch Boisheim wird für Senioren interessant werden, wenn das so genannte „Dorvprojekt“ verwirklicht wird.

Oft wird auch das Gesundheitswesen unserer Stadt hochgelobt – zu Recht. Aber auch hier wäre noch einige zu realisieren. Zum Beispiel fehlen uns in unseren Krankenhäusern Spezialabteilungen wie zum Beispiel eine Komastation. Da gab es mal einen Investor für, aber leider fand diese Investition in Viersen keine politische Mehrheit – ich war mit FürVIE dafür.
Oder auch das von der ASB betreute, aber aus Privatinitiative realisierte Modell des Kutscherhauses an der Dr.-Carl-Schaub-Allee. Ein interessantes Modell, bei dem in zwei privaten Wohngemeinschaften je acht Bewohner leben, die an Demenz erkrankt sind. Ein Wohnmodell, das Nachahmung verdient die der Stadt Viersen für die Seniorenbetreuung sehr gut tun würde.
Für die 55+ Generation kann die Stadt Viersen aber noch viel mehr tun. Dazu gehören zum Beispiel auch Leitsysteme für Sehbehinderte in unserer Stadt und das sind nicht nur alte Leute, die sehbehindert sind. Also eine Menge Ansatzpunkte die ich als Bürgermeister anstoßen werde.

Die Demographieprognosen zeigen deutlich, dass nicht nur in unserer Stadt immer mehr ältere Mitmenschen leben werden. Ich möchte diese Menschen unbedingt in Viersen halten und dafür müssen wir in einigen Bereichen wesentlich fortschrittlicher denken, planen, umsetzen – sprich anpacken! Meine Aufgabe als Bürgermeister wird es sein zu kooperieren, zusammenarbeiten, motivieren, führen, das muss ich in meinem Unternehmen seit mehreren Jahrzehnten jeden Tag! Diese Erfahrung will ich in den Arbeitsalltag des Bürgermeisters einbringen.
Das qualifiziert mich als Ihr Bürgermeisterkandidat aus der Praxis für die Praxis für unsere Stadt Viersen!

Was reizt Sie an der Aufgabe, Bürgermeister von Viersen zu werden und was hat für sie absolute Priorität, wenn Sie es werden?

Es ist an der Zeit, endlich mal einen Bürgermeister zu haben, der aus dem Berufsleben kommt und nicht aus der Verwaltung oder bereits Beamter ist. Durch mich, als Bürgermeister, werden neue Impulse in die Verwaltung gebracht werden. Ich leite seit fast 30 Jahren erfolgreich meinen mittelständischen Handwerksbetrieb. Und diese Erfahrung bringe ich ein: realistisch, kompetent, umsetzbar. Das gab es bei uns in Viersen noch nicht! Ich kenne Viersen wie meine Handwerkstasche und der Reiz ist, das was ich täglich sehe, zu verbessern, zu verändern, zu erneuert – zum Wohle aller Viersener Bürgerinnen und Bürger. Ich bin kein Bürgermeister der schön redet, sondern ich werde anpacken und dazu werde ich über 800 motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.

Es gibt nicht eine Priorität! Alles greift ineinander! Verwaltungsabläufe müssen vereinfacht werden. Dazu muss die Verwaltung noch stärker zu einem Dienstleistungszentrum für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Viersen ausgebaut und strukturiert werden. Die Wirtschaftsförderung hat große Priorität, da kam in den letzten Jahren eine Menge Potential für unsere mehr als stabile Einwohnerzahl her. In den nächsten Jahren muss die Wirtschaftsförderung mit der Grundstücksmarketinggesellschaft neu positioniert werden, weil die Wohngrundstücke und Gewerbegebiete weniger werden. Kinder, Jugendliche, Familien haben hohe Priorität. Kindergärten und Schulen müssen bezahlbar bleiben, aber auch modern gehalten werden. Senioren werden auch in Viersen zunehmen. Private Investoren haben schon einiges an seniorengerechten Wohnraum geschaffen, aber da fehlt noch eine Menge! Unsere Straßen und Fahrradwege erfordern teilweise grundlegende Sanierungen und Ausbauten, dafür fehlt aber das Geld. Das Geld haben wir nur, wenn es den Unternehmen und den Einwohnern in Viersen gut geht, da kommt das Geld her: Gewerbesteuer, Einkommensteuer. Also: alles greift ineinander. Es gibt nicht eine Priorität. Alles muss angepackt werden, es gibt viel aufzuholen. Dazu brauchen wir die starke Verwaltung. Ich werde die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür motivieren!

Was genau verbindet Sie mit Viersen?

Meine Heimatstadt! Die Süchtelner hören das nicht so gerne, aber bei aller Liebe zu meiner eigentlichen Heimatstadt Süchteln, die kommunale Neugliederung liegt viele Jahrzehnte zurück und wir werden sie nicht mehr umdrehen können. Also lasst uns egal ob Dülkener, Süchtelner, Boisheimer oder Viersener gemeinsam unsere Stadt Viersen weiterentwickeln. Nur so geht’s!

Was macht Viersen für Sie besonders? Welche Potentiale sehen Sie?

Viersen ist eine wunderschöne Stadt, mitten im grünen Herzen des Niederrheins. Fragen Sie Fremde, die nach Viersen kommen, z.B. die vielen Mönchengladbacher, die in Viersen regelmäßig einkaufen. Es macht immer so den Eindruck, als wenn die Viersener selbst, die meisten Probleme mit ihrer Stadt haben. Dafür gibt’s aber keinen Grund. Klar kann man noch vieles schöner machen und verändern, das tun wir aber. Ich bin seit über 10 Jahren im Rat der Stadt Viersen und weiß, was wir alles bewegt haben. Das sieht nicht immer jeder Bürger, aber wenn man mal genau hinschaut sieht man, dass ich Recht habe. Viersen hat sehr schöne Einkaufsbereiche, Viersen hat viel Kunst in der Stadt, Viersen bietet viele Veranstaltungen – auch ohne Kino, auch ohne Disco. Und unsere vielen Feste in den Stadtteilen zeigen, dass wir damit nicht nur die Viersener anlocken, sondern auch viele Menschen aus dem Umland.
Potentiale haben wir noch eine Menge! Auch wenn die Neubauwohngebiete weniger werden und die Gewerbegebiete fast alle belegt sind, haben wir im Stadtkern noch eine Menge freies Potential zum Wohnen und für Gewerbe. Ein großes Potential sind unsere Vereine – egal ob Sportvereine oder Brauchtumsvereine. Die beleben unsere Stadt mit vielen Veranstaltungen. Heutzutage ist Vereinsleben nicht mehr für jeden direkt interessant. Da muss man ansetzen und da kann auch ein Bürgermeister mit der Verwaltung und der Politik Zeichen setzen um die Vereine zu stärken. Der Tourismus ist in Viersen bei weitem nicht ausgebaut. Bisher lief der Tourismus mehr oder weniger an Viersen vorbei. Wir sind aber nicht nur Kreisstadt, sondern liegen auch mitten im wunderschönen Landschaftsbereich des Niederrheins – Potential ohne Ende!

Welche Vorteile sehen darin, dass Sie Kandidat einer Partei sind?

FürVIE ist nur eine kleine Bürgervereinigung auf ausschließlich kommunaler Ebene. Aber gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass auch diese kleine Gruppe einen Bürgermeisterkandidaten stellt. Seit 10 Jahren arbeiten wir sehr intensiv in der Viersener Kommunalpolitik. Viele unserer Vorstellungen sind nicht realisierbar, weil die großen Parteien viel zu stark von ihren Grundsatzprogrammen in Berlin gesteuert werden und diese Thesen uns aber nicht unbedingt in der Kommunalpolitik nach vorne bringen. Wir bekommen somit keine Mehrheit in Ausschüssen und im Rat. Mit einem FürVIE-Bürgermeister sähe das ein bisschen anders aus. Und: Der FürVIE-Bürgermeister hätte die volle Unterstützung der Bürgervereinigung FürVIE! Das ist wichtig! So können wir auch als kleine Partei etwas bewegen.

Überschuldung ist auch bei den Kommunen in aller Munde und sparen ist gefragt. Wo setzen Sie den Rotstift an und was ist unantastbar?

Wir geben unser Geld nicht da aus, wo wir es sparen könnten. Freiwillige Leistungen könnte man einsparen. Aber möchte eine Bürgerin oder ein Bürger die Schließung der Schwimmbäder, Nutzungsgebühren für Sportanlagen, höhere Kindergartenbeiträge…? Das ist mit mir nicht umsetzbar! Genauso wenig wie Steuererhöhungen oder die Einführung neuer Steuern. Land und Bund sind die Hauptverursacher unserer Schulden. Das aktuellste Beispiel ist die Flüchtlingspolitik. Es ist richtig und gut, dass wir viele Flüchtlinge auch in Viersen aufnehmen, aber die Kommunen können es nicht mehr bezahlen. Wir müssen unseren Haushalt bis 2022 konsolidiert haben, das verlangt die Bezirksregierung von uns. Dieses Konzept ist aber schon komplett über den Haufen geworfen, weil hier Kosten auf uns zu kommen, die die Haushaltskonsolidierung ad absurdum stellen. Bund und Land müssen für die Kosten aufkommen! Und zwar voll und ganz. Es ist in Berlin genug Geld da. Herr Schäuble badet vermutlich jeden Tag darin. Die Kommunen müssen damit unterstützt werden. Wir haben in Viersen den Rotstift schon richtig kreisen lassen und mehr geht überhaupt nicht. Irgendwo ist auch beim Sparen eine Grenze für uns erreicht. Freiwillige Leistungen sind auf ein Minimum reduziert. Die Pflichtleistungen fressen uns auf, z. B. kommen fast in jedem Jahr ein paar hundertausend Euro für Hilfen zur Erziehung dazu. Das ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Land und Bund winken ab. Dafür müssen wir wieder neue Sparvorschläge machen um diese Haushaltslöcher zu stopfen. Das ist aber nur ein Beispiel. Ein weiteres die maroden Straßen und Fahrradwege. Wir benötigen einen dicken zweistelligen Millionenbetrag um eine grundlegende Sanierung vornehmen zu können. Das Geld ist nicht da und deshalb wird nur geflickt, bis es nicht mehr geht.

Wo und wie fühlen Sie sich den Bürgern am nächsten?

Ich bin hier geboren, hier aufgewachsen, ich arbeite hier, hab hier mein Unternehmen, bin jeden Tag mit Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt im Gespräch, nicht nur über die Leistungen meines Handwerkbetriebes. Ich glaube, dass ich die Sorgen und Nöte und auch die Freude und Begeisterung der Bürgerinnen und Bürger von Viersen sehr gut kenne, weil ich ihnen ständig nah bin. Ob in der Kaffeebud, in meinem Unternehmen, bei den Veranstaltungen des Werberings Viersen aktiv e.V. in dem ich 2. Vorsitzender bin oder bei der Brauchtumspflege des Karnevalsvereins. Ich fühle mich überall den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt Viersen nah.

Was gefällt Ihnen zurzeit gar nicht und wie werden Sie es ändern?

Die Verwaltungsabläufe müssen erleichtert werden. Man hat manchmal den Eindruck, es wird immer schlimmer statt besser. Vieles davon muss sicher auch sein, aber ich meine, da ist noch eine Menge Potential vorhanden, um es für die Bürgerinnen und Bürger bürgerfreundlicher zu händeln. Dafür werden meine über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da sein. Mit ihnen gemeinsam werde ich nach Lösungen suchen und ich bin davon überzeugt, wir werden auch einige finden. Eine Verwaltung muss bei den Bürgerinnen und Bürgern positiv rüberkommen, das fehlt mir in Viersen. Zu viele Leute in Viersen schimpfen über die Verwaltung. Sicher oft auch unberechtigt, aber auch da muss man den Bürger motivieren und ihm positiv rüberbringen, warum etwas nicht so laufen kann, wie er sich das vorstellt. Eine interessante Aufgabe, ich freue mich darauf!

(mw)

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