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Foto © Stadt Viersen

NABU und Kolpingruppe pflegen geschützte Fläche gemeinsam

NABU und Kolpingruppe pflegen geschützte Fläche gemeinsam Vor 10 Jahren hat der NABU Mönchengladbach von der Stadt Viersen eine unter Naturschutz stehende Niederwaldfläche auf der Bockerter Heide gepachtet. Seitdem pflegt der NABU gemeinsam mit einer Kolpinggruppe den dortigen Kopfbuchen-Bestand gemäß historischen Beschreibungen. Wegen der guten Zusammenarbeit wurde der Pachtvertrag jetzt um zunächst weitere 5 Jahre verlängert. Die Verlängerung des Vertrages unterzeichneten Bürgermeisterin Sabine Anemüller und Ralf Fikert, 2. Vorsitzender des NABU Mönchengladbach, bei einem Ortstermin am 25. August.

Wesentliche Teile der Bockerter Heide stehen seit langem unter Naturschutz, weil dort zahlreiche kulturhistorische Relikte zu finden sind. Dazu zählen etwa so genannte Viehtrifte, über die das Vieh in den Wald getrieben wurde oder von dichten Erdwällen umgebene Bereiche, Kampen genannt, sowie Landwehren zur Abgrenzung der jeweiligen Hoheitsgebiete. Gleichfalls von kulturhistorischer Bedeutung sind Flachskuhlen zur Verrottung des Flachses vor der Weiterverarbeitung, sowie Kopfbuchen, wie jene, die auf der vom NABU gepachteten Fläche stehen. Diese wurden in einer Höhe zurückgeschnitten, in der das Vieh die Bäume nicht abfressen konnte.

Der NABU Mönchengladbach wurde auf der Viersener Fläche aktiv, weil er in unmittelbarer Nähe auf Mönchengladbacher Gebiet weitere Fläche betreut. Ralf Fikert berichtet, dass man mehrmals im Jahr mit einer Kolpinggruppe am Ort zusammenkomme um dort gemeinsam zu arbeiten. Das gewonnene Brennholz werde von den Gruppenmitgliedern als Kaminholz verwendet - verkauft wird nichts. Die Arbeitseinsätze mit 10 bis 15 Teilnehmenden seien oft Familienereignisse, bei denen auch Kindern die Natur nähergebracht werde.

Foto: Es zeigt (von links): Ralf Fikert, Stadtförster Rainer Kammann und Bürgermeisterin Sabine Anemüller