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Kammermusik der Spitzenklasse in der Festhalle Viersen

Kurios startet die Kammermusikreihe der Stadt Viersen: Am 13. Oktober 2017 eröffnet das Vivi-Vassilewa-Quintett auf der Festhallenbühne die neue Spielzeit. Erst 23 Jahre alt, ist die deutsche Musikerin und Perkussionistin bereits ein Star am Schlagwerk. Brillante Technik gepaart mit atemberaubender Virtuosität, außergewöhnliche Musikalität kombiniert mit poetischem Ausdruck sind charakteristisch für sie und ihre Percussion-Kunst. Vivi Vassileva bringt die Trommeln zum Klingen und entlockt Marimba und Vibraphon wahre Klangteppiche. Innerhalb von Sekunden hat sie ihr Publikum gewonnen.

Bereits 2007 errang die damals 13-Jährige den ersten Preis im Wettbewerb "Jugend musiziert" und wurde jüngstes Mitglied im Bundesjugendorchester. Ihre erste CD entstand zwei Jahre später in Zusammen-arbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, bevor sie mit 16 Jahren als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München bei Professor Dr. Peter Sadlo ihre Ausbildung fortsetzte. Gerade erst hat sie den bayerischen Kunstförderpreis 2017 in der Sparte Musik bekommen.

Vivi Vassileva, die es seit ihrer Kindheit liebt, mit anderen Musik zu machen, gründete 2015 das Vivi Vassilewa Quintett, mit dem sie in Viersen unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach bis Chick Corea präsentieren wird. Als besonderes Bonbon bringt die Perkussionistin den virtuosen brasilianischen Gitarristen Lucas Campara mit nach Viersen, der in einem furiosen Finale das Programm vervollständigen wird.

Neue Maßstäbe in der hohen Kunst des Duospiels auf einem oder zwei Flügeln setzen am 29. November Ivan Silver (Jahrgang 1976) und Gil Garburg (Jahrgang 1975). Publikum und Kritiker feiern sie, hochkarätige Orchester und Festivals laden sie immer wieder ein. Sie haben in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten konzertiert, nun sind sie erstmals in der Viersener Festhalle zu Gast.

Zwei Kompositionen für Klavier zu vier Händen werden bei ihrem Viersener Debut zu hören sein: Franz Schuberts 1818 entstandene Sonate B-Dur sowie das lebensfrohe Oktett in Es-Dur des 16-jährigen Felix Mendelssohn Bartholdy. Den Pianisten zur Seite steht das wunderbare Vogler-Quartett, das seit mehr als 30 Jahren in unveränderter Besetzung weltweit eine einzigartige Karriere verfolgt. Tim Vogler, Frank Reinecke, der Cellist Stephan Forck sowie der Bratschist Stefan Fehlandt, die schon als Schüler und Studenten befreundet waren, lösen bis heute beim Publikum Glücksgefühle aus, die das engagierte und kompetente Viersener Kammerkonzert-Publikum gerade bei Johann Sebastian Bachs Meisterwerk "Die Kunst der Fuge" sicher teilen wird.

Mit Werken von Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy dürfen sich die Festhallengäste beim dritten Kammerkonzert am 22. März 2018 auf einen virtuosen romantischen Klavierabend freuen. Zu Gehör bringen wird ihn die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini, die mit Preisen überhäuft als "eine der größten Begabungen ihrer Generation" gilt. 2015 bekam sie den Echo Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres. Ihre jüngste Auszeichnung ist der Young Artist of the Year bei den International Classical Music Awards (ICMA) 2017, einer der wichtigsten internationalen Preise der klassischen Musikszene. Einen entscheidenden Impuls für ihre musikalische Weiterentwicklung erfuhr die 25-Jährige 2010 durch ihre Begegnung mit Martha Agerich, einer der größten Pianistinnen unserer Zeit, die seither für sie zu einer wichtigen Wegbegleiterin geworden ist.

Mit dem Gewinn dreier angesehener Geigen-Wettbewerbe in Frankreich, Italien und Spanien begann der internationale Aufstieg der kanadischen Violinistin Susanne Hou, die am 25. April mit Mozarts Violinkonzert Nummer 4 in D-Dur ihr Können unter Beweis stellen wird und zwar auf einem Instrument von unbezahlbarem Wert. Susanne Hou, die kein Geringerer als Sir Yehudi Menuhin als "absolut phänomenal" bezeichnete, spielt auf der berühmten historischen Violine "Ex-Mary-Portman, Fritz Kreisler Giuseppe Guarneri del Gesù, Cremona" aus dem Jahr 1735, die sich im Besitz des bedeutendsten Geigers der Musikgeschichte, Fritz Kreisler, befand.

Begleitet wird die charismatische Geigerin von dem polnischen Spitzenensemble Sinfonietta Cracovia, das sich seit neuestem "Orchester der Königlichen Hauptstadt Krakau" nennen darf. Mit Felix Mendelssohn Bartholdys Streichersinfonie in h-Moll aus dem Jahr 1823 und Joseph Haydns 43. Sinfonie lässt die Sinfonietta gleich zwei Werke erklingen, in deren Genuss Viersener Konzertbesucher schon lange nicht mehr gekommen sind.

Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr, zur Einstimmung findet um 19.30 Uhr im Ernst-Klusen-Saal der Festhalle eine Einführung statt. Der Gesamtpreis für die vier Konzertabende liegt im Abonnement zwischen 33 und 55 Euro, beim Kauf von Einzelkarten zwischen 65 und 86 Euro. Der Verkauf erfolgt über das Ticketing der Stadt Viersen, Heimbachstraße 12, Telefon 02162 101466 oder 101468.

Foto: Samuel Dalhert

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