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Große Gefühle aus einem kleinen Städtchen

Schon immer war die 28 jährige Autorin Kathrin Lichters, die mit ihrer Familie in Süchteln lebt, ein großer Fan von packenden Geschichten. Seit jeher tauchte sie regelmäßig in die Welten von spannenden, fantastischen und gefühlvollen Büchern ab. Als ihr das jedoch nicht mehr genügte, griff sie selbst zum Stift, oder vielmehr zum Laptop. Heute - nach 4 veröffentlichten Büchern - fühlt sie sich bei einem renommierten Verlag gut aufgehoben und wird in wenigen Tagen ihre Fans mit einem weiteren Buch voller Emotionen beglücken. Wie es scheint muss sie, trotz damaliger Widrigkeiten, ihre Entscheidung Autorin zu werden, nicht bereuen. Ganz so, wie sie selbst sagt: »Man muss sich auch dazu entscheiden, dass man glücklich sein will und dann die Dinge ändern, die einen daran hindern.«

Hallo Frau Lichters, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben für dieses kleine Interview. Wie genau sind Sie zum Schreiben gekommen? Hatten Sie geplant Autorin zu werden?
»Ich hatte nie geplant Autorin zu werden. Mein erstes Buch hat mit einer einzigen Szene angefangen, die ich im Kopf hatte und aufschrieb. Mit der Zeit wurden es immer mehr Szenen, die ich dann miteinander verband. Ohne, dass mir das zu dem damaligen Zeitpunkt so wirklich klar wurde, hatte ich den Stoff für ein ganzes Buch beisammen. Eine Freundin von mir hatte damals in die Texte reingeschnuppert und mich motiviert, es als Buch fertigzustellen. Daraufhin strukturierte ich es und schrieb es zu Ende. Ich hatte ja noch keinen Lektor, der den Text überarbeitete, und stellte es deswegen kostenlos online. Die Reaktionen darauf waren sehr gut und vielen Lesern gefiel, was ich geschrieben hatte. Durch dieses positive Feedback fühlte ich mich letztendlich bestärkt weiter zu machen.«

Wie veröffentlichen Sie ihre Romane? War es schwer einen Verlag zu finden?
»Am Anfang habe ich mich selbst über Amazon und das Online-Portal Neobooks vertrieben. Der Droemer-Knaur Verlag nutzt Neobooks, um nach Nachwuchstalenten Ausschau zu halten. Das war nicht so, dass ich mich damals als großes Nachwuchstalent darstellen wollte, sondern ich suchte einfach eine Möglichkeit, meine Geschichten zu vertreiben. Es lief ganz gut für mich bei Neobooks und der Droemer-Knaur Verlag wurde so auf mich aufmerksam. Meine Verlegerin sagt immer, ich war damals zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich hatte zufällig ein Thema, welches zu der Zeit ziemlich gefragt war und zu dem der Verlag noch nichts Vergleichbares im Programm hatte.«

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Bücher?
»Inspiriert werde ich in erster Linie sehr stark von Musik, aber auch alltägliche Situationen und Menschen können mir Ideen für Charaktere oder bestimmte Szenen geben. Wenn diese Inspirationen für mich prägnant sind, behalte ich sie im Kopf und verwende sie später in meinen Büchern.
Es gibt auch Themen, die mich persönlich interessieren und welche ich dann in meinen Geschichten verarbeite. Allerdings entwickelt man sich ja auch weiter und somit verändern sich auch immer wieder die Themen, die mich begeistern und berühren.«

Wie entsteht eine Geschichte? Planen Sie im Voraus alles genau oder haben Sie eine grobe Idee von einem Thema oder einem Charakter, um die Sie dann den Rest der Geschichte konstruieren?
»Bei meinem ersten Buch habe ich nicht nach einem Plott oder bestimmtem Schema geschrieben. Ich habe ja auch über vier Jahre daran gesessen und mich immer wieder in irgendwelche Ecken geschrieben. Von daher würde ich von so einer Herangehensweise abraten. Danach fing ich an, mich professioneller mit dem Handwerk des Schreibens auseinanderzusetzen. Heute ist es so, dass ich als erstes die Charaktere detailliert entwerfe, dann kommt nach und nach der Plott für die Geschichte. Gerade für die Trilogien ist es wichtig, einen Plan zu haben. Bei jedem weiteren Buch das ich schreibe, lerne ich immer noch etwas dazu.«

Beim Lesen ihrer Bücher merkt man, dass Sie sich in kurzer Zeit schon ein großes Stück weiterentwickelt haben. Folgen Sie irgendwelchen Formen und Regeln,  an denen Sie feilen oder schreiben und entwickeln Sie ihren Schreibstil eher nach Gefühl?
»Ich folge nicht wirklich irgend welchen Formeln oder Regeln beim Schreiben. Ich denke auch hier gilt »learning by doing«. Am besten ist es, wenn man einfach viel und kontinuierlich schreibt. Ich merke dann schon, wenn ich ältere Texte von mir lese, was mir nicht mehr so gut gefällt und wie ich es heute besser machen würde. Konstruktive Kritik ist auch sehr wichtig für mich, um mich selbst zu reflektieren. Sogar jede negative Kritik spornt mich letztendlich an, immer besser zu werden.«

Glauben Sie, dass eine gewisse Demut beim Schreiben auch sehr wichtig ist?
»Ja, auf jeden Fall. Man sollte nicht zu selbstsicher sein, denn man kann kein Buch schreiben, das immer allen gefällt.«

Gibt es Momente beim Schreiben, die Ihnen mehr Herzklopfen bereiten, als beim Lesen?
»Eigentlich ist es bei all meinen Büchern so, dass ich vom Gefühl her einfach tiefer drin stecke, als wenn ich etwas von jemand anderem lese, da ja in all meinen Büchern etwas von mir selbst steckt - meine Erfahrungen, meine Emotionen und (wie soll ich sagen) einfach ein Teil von mir selbst. Ich glaube, irgendwann hat das Lesen alleine mir nicht mehr gereicht, auch deswegen habe ich angefangen selber zu schreiben.«

Haben Sie einen Lieblingscharakter? Welcher Charakter hat Ihnen beim Schreiben am meisten Freude bereitet?
»Ich mag alle meine Hauptcharaktere auf ihre Art, aber ich würde sagen Lily, meine Heldin aus der Dark Ages Reihe, ist mir am wichtigsten, weil sie so eine Antiheldin ist mit vielen Schwächen, die aber auch Stärken sein können. Weil sie nicht perfekt ist und somit authentischer, kann der Leser sich besser mit ihr identifizieren. Sie macht auch die größte Entwicklung von allen durch.«

Ist es schon einmal vorgekommen, dass sich eine Geschichte beim Schreiben anders entwickelte, als Sie geplant hatten? Wurden Sie jemals von einem Ihrer Charaktere überrascht?
»Ich halte meinen Plott immer recht grob, weil die Charaktere stets eine Eigendynamik entwickeln, vor allem auch im Zusammenspiel miteinander. Würde ich mich an ein zu detaillierten Plott halten, würde ich mir beim Schreiben immer wieder selber ein Bein stellen.«

Ihre Romane handeln alle von Beziehungen und der großen Liebe. Glauben Sie, dass dieses Thema unerschöpflich für Sie ist?
»Es geht ja um zwischenmenschliche Beziehungen allgemein. Natürlich spielen auch Liebesgeschichten eine große Rolle, aber auch andere Beziehungen, wie familiäre und tief empfundene Freundschaft. Ich glaube, dass es schon etwas sein wird, was ich in meinen Romanen immer wieder behandle. Ich fühle mich momentan in meinen Genres sehr wohl, aber ich würde nicht sagen, dass ich nicht auch irgendwann einmal etwas anderes schreibe. Ich glaube, wenn man immer nur eine Sache macht, kann es seinen Reiz verlieren.«

Was planen Sie als Nächstes? Steht eine Veröffentlichung bevor und falls ja, welche?
»Am neunten September diesen Jahres kommt der dritte Teil der Backstage Love Reihe, über den Droemer Knaur Verlag als eBook heraus. Das Buch heißt »Backstage Love - Kopfüber verliebt«. Im Oktober kommt dann auch der dritte Teil meiner Dark Ages Reihe«

Gibt es denn schon wieder etwas Neues an dem Sie arbeiten?
»Ja, seit circa einer Woche ist ein neuer Plott fertig. Ich denke, es ist normal für einen Autor, dass er spätestens, wenn er mit einer Geschichte fertig ist, bereits etwas Neues im Kopf oder schon geplant hat. Ich wüsste auch nicht, was ich tun sollte, wenn es nicht so wäre und ich nichts zu schreiben hätte. Da würde mir etwas fehlen.«

Mögen Sie uns einen kleinen Vorgeschmack geben, worum es gehen wird?
»Es wird ein Liebesroman ohne Fantasy-Elemente. Die Protagonistin heißt Ella und es wird eine Trilogie, die wieder in England spielt.«

Vielen Dank für Ihre Zeit Frau Lichters! Weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
»Ich danke Ihnen für die besonderen Fragen und Ihr Interesse!«

Mehr zu Kathrin Lichters: kathrin-lichters.de

(mw)

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