Stromsparmodus

Der Umwelt zur liebe!

weiter geht's

Daten werden geladen …

Fasten - Es ist soweit, die jecken Tage sind vorbei!

Nach all dem Spaß und den großen Mengen an alkoholischen Getränken, in Kombination mit den traditionell in Fett gebackenen Berlinern, Krapfen und anderen Leckereien, folgt danach nicht selten das böse Erwachen. Gerne in Form von Kater, Kopfschmerzen, Sodbrennen und Übelkeit. Bei der Witterung der letzten Tage nicht selten auch begleitet von einer saftigen Erkältung.

Doch was soll das Gejammer? Das hat noch nie jemanden geholfen.
Wäre es dann nicht eine passende Gelegenheit, seinem Körper einmal etwas gutes zu tun? Die meisten Menschen sind zwar sehr motiviert, wenn es darum geht ihr Brauchtum zu pflegen, solange es dabei um Spaß und Völlerei geht. Wenn es jedoch um die nicht ganz so beliebten Bräuche geht, dann drücken sich die meisten Menschen doch allzu gerne davor.
Sie ahnen es bestimmt schon. Richtig. Die Rede ist vom traditionellen Fasten in der Zeit zwischen Karneval und Ostern. Ich sehe schon wie jetzt einige die Augen verdrehen, aber warten Sie einen Moment, es kann sich lohnen mal ernsthaft darüber nachzudenken.
Gut, unsere muslimische Mitmenschen können darüber jetzt nur müde schmunzeln. Denn für die meisten ist das Fasten während des Ramadans ein fester Bestandteil ihrer Religion. Doch auch die Christen wussten schon vor hunderten von Jahren um die positiven Effekte des Fastens.
Man kann es auch so sehen: die Fastenzeit ist eine prima Gelegenheit, um zum Beispiel die bis dahin nicht eingehaltenen feuchtfröhlichen Vorsätze der Sylvesternacht in die Tat umzusetzen, um sich wieder ernsthafter mit seiner Religion und Bräuchen zu beschäftigen, sich endlich an eine gesündere Ernährung zu gewöhnen oder einfach um den Körper zu entgiften undo sich etwas Gutes zu tun.

Schon im Mittelalter fasteten die Christen in der Zeit zwischen Karneval und Ostern. Traditionell isst man in dieser Zeit nur eine Mahlzeit am Tag, meistens am Abend. Diese Art zu Fasten, wie sie so ähnlich auch im Ramadan praktiziert wird, nennt man heute intermitierendes Fasten. Bei der gängigsten Variante des intermitierenden Fastens, darf man nur innerhalb von sechs Stunden am Tag leichte und gesunde Nahrung zu sich nehmen, die anderen achtzehn Stunden dürfen dann nur Wasser und ungesüßte Tees getrunken werden. Auch diese Art des Fastens hat schon nach wenigen Tagen einen positiven Effekt auf die Gesundheit.
Verboten waren auch damals nicht nur Alkohol und Fleisch, sondern auch alles was mit Eiern oder Milch zubereitet wurde. Bei den orthodoxen Christen wird schon seit jeher in dieser Zeit, sogar komplett auf tierische Produkte verzichtet. Man ernährte sich also Vegan, und das sogar ohne sich Neckereien und Witze seiner Mitmenschen anhören zu müssen.

Was macht Fasten mit dem Körper?

Seit langem sind die positiven Eigenschaften des Fastens bekannt. Ich muss Sie jedoch als erstes enttäuschen. Es hilft nur dann beim Abnehmen, wenn man im Anschluss seine Ernährung umstellt. Da sich der Körper auf den Kalorienmangel einstellt. Wenn man also nach dem Fasten wieder bedenkenlos schlemmt, folgt der berüchtigte Jo-Jo Effekt.
Allerdings haben Studien gezeigt, dass es durch sein entzündunghemmende Wirkung bei vielen chronische Erkrankungen hilft wie zum Beispiel: bei Arthrose, Rheumatoider Arthritis oder Rheuma-verwandten Krankheiten wie der Fibromyalgie. Man beobachtete, dass dieser positive Effekt sogar ein Jahr anhielt. Allerdings nur, wenn die Probanten nach dem Fasten auf eine vegetarische Ernährung umstiegen.
Wissenschaftliche Studien zeigten auch, dass das Fasten bei Bluthochdruck sowie bei chronischen Schmerzsyndromen wie Migräne hilft. Kurzzeitige Fastenkuren haben bei Menschen mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen positiven Effekt. Weil dadurch die Insulinresistenz sinkt.
Patienten, welche mit einer Krebserkrankung, vor einer Chemotherapie zwei Tage fasteten, hatten erheblich weniger Nebenwirkungen. Weitere Studien erforschen im Moment, ob das Fasten sogar Krebshemmende Wirkung hat. Man weiß aber, dass durch den Verzicht auf tierische Produkte und den dadurch vermehrten Verzehr von Obst und Gemüse, das Risiko für die gängigsten Krebsarten, Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, drastisch sinkt.
Bei 80% Prozent der Menschen die an einer Studie zum Thema Fasten teilnahmen, zeigte sich sogar eine Verbesserung der Stimmung. Die Probanten berichteten von einer besseren Körperwahrnehmung, geschärften Sinnen und stabilerer Psyche. Dies liegt unter anderem an den größere freigesetzten Mengen des Gute-Laune-Hormons Serotonin und dem Absinken des Stresshormon-Pegels. Deshalb untersuchen Forscher derzeit, ob das Fasten auch therapeutisch bei Depressionen eingesetzt werden kann. Die Forscher führen diesen Effekt darauf zurück, dass unser Körper nicht dafür gemacht ist, ständig mit Nahrung versorgt zu werden. Zuviel Nahrung stresst den Körper regelrecht. Unsere Vorfahren waren es gewohnt, längere Zeiten nichts oder nur sehr wenige Nahrung zu bekommen, die daraus resultierende Euphorie half den Menschen damals, weiterhin Leistungsfähig zu bleiben.
Eine Sache sollten sie jedoch beachten, durch die Entgiftung des Körpers kann es in manchen Fällen in den ersten drei Tagen zu leichten Kopfschmerzen kommen. Das ist normal und verschwindet spätestens nach drei Tagen. Bei Menschen die zuviel Zucker zu sich nehmen, und das sind die meisten, kann es in den ersten Tagen zu Heißhunger Attacken und Stimmungschwankungen kommen. Das liegt daran, das Zucker nachweislich eine Droge ist die abhängig macht und im Gehirn die gleichen Areale stimuliert wie Kokain. Essen sie ein bisschen süßes Obst, wenn es gar nicht anders geht, oder greifen sie auf kleine Mengen alternative und natürliche Süßungsmittel zurück, wie Agavendicksaft, Xylit oder Stevia. Nach ein paar Tagen hört es auf, sie werden dann automatisch und dauerhaft keine Heißhunger Attacken mehr bekommen und von alleine viel weniger Zucker zu sich nehmen. Ihr Tee wird Ihnen dann auch ungesüßt schmecken oder Sie trinken überwiegend Wasser statt Softdrinks und süße Säfte. Was auf Dauer der Gesundheit gut tut und Gewicht reduziert.

Auf welche Arten kann man Fasten?

Jeder kann selbst entscheiden ob und wie er fasten möchte. Die einen verzichten nur auf Alkohol und Süßigkeiten, andere machen es traditionell und verzichten auch auf tierische Produkte in dieser Zeit. Für alle gilt: ohne ein gewisses Maß an Disziplin geht es nicht.
Wenn Sie sich für das Heilfasten interessieren sollten sie das allerdings zuerst mit ihrem Arzt absprechen. Es gibt einige Erkrankungen bei denen man vom Fasten abrät. Dazu gehören Esstörungen wie Magersucht oder Bulemie, aber auch Untergewichtige oder extrem übergewichtige Menschen mit einem BMI über 45. Bei Leber- oder Nierenerkrankungen rät man auch davon ab zu fasten.
Im Internet oder entsprechender Literatur, findet man ganz leicht viele Varianten des Fastens, welche dabei helfen den Körper zu entgiften. Ob Heilfasten, intermitierendes Fasten, der Verzicht auf raffinierten Zucker oder einfach nur eine ausgewogene, zuckerarme vegane Ernährung. So kann jeder etwas finden, das ihm am meisten liegt. Für alle gilt auf jeden Fall der Verzicht auf Alkohol und andere Drogen, sowie Koffein und Nikotin, falls möglich.

Wem das alles zu strikt ist und wer glaubt, dass er das nicht schaffen kann, der kann eine Reduktion der altersassoziierten Erkrankungen um 40 bis 50 Prozent auch dadurch erreichen wenn er täglich etwa 20 bis 30 Prozent weniger isst, als er bräuchte um satt zu sein.
Das bedeutet einfach, dass man sich nicht bei jeder Mahlzeit den Bauch vollschlägt bis einem übel wird oder man das Gefühl hat einen schweren Stein verschluckt zu haben. Sondern, dass man langsam und achtsam isst und jeden Bissen gründlich kaut. Wenn man genau auf sein Bauchgefühl achtet und aufhört sobald man angenehm gesättigt ist wird man sehen, wie wenig man eigentlich essen muss um angenehm satt zu sein. Diese Art der Ernährung kann man, im Gegensatz zum Fasten auch ohne weiteres beibehalten. Man sollte nur darauf achten nicht zu viel Gewicht zu verlieren.
Wie ein altes chinesisches Sprichwort schon sagt: "Verlasse den Tisch immer ein wenig hungrig." Oder ein anders was da lautet: "Überlasse das Abendessen deinen Feinden."

Worauf sollten sie verzichten

Am Ende muss natürlich jeder selber wissen wie und ob er Fasten möchte. Allerdings haben Studien gezeigt, dass beim Fasten der Verzicht auf tierische Produkte, also vegane Ernährung, der Verzicht auf raffinierten Zucker, Alkohol, Nikotin, Koffein und anderen Drogen am gesündesten ist.
Unter den Lebensmitteln gelten Zucker, und tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte, als Ursache für die meisten chronischen und oft tötlichen Zivilisationskrankheiten. Zumindest in den viel zu hohen Mengen, die der Großteil der Bevölkerung täglich zu sich nimmt.
Die WHO empfiehlt zum Beispiel, nicht mehr als fünfzig Gramm Zucker pro Tag. Schauen sie mal auf die Zutatenliste ihrer Lebensmittel im Vorratschrank. Sie werden überrascht sein wo überall Zucker in großen Mengen vorhanden ist.
Auch wenn es viele jetzt nicht wahrhaben wollen, weil wir alle mit den guten alten Ernährungslügen groß geworden sind. Es wurde uns sehr lange die Falschen Weisheiten gepredigt, weswegen heute immer noch viele Menschen glauben, man müsste zum Beispiel für gesunde Knochen, Wachstum und Muskelaufbau viele Milchprodukte konsumieren. Neue Studien zeigen allerdings, das es höchstwahrscheinlich eher einen Zusammenhang zwischen erhöhtem Milchkonsum und Zvilisationskrankheiten wie Osteoporose gibt und dass Aminosäuren aus Nüssen, Hülsenfrüchten und anderen Pflanzen viel besser geeignet sind für den Muskelaufbau als tierische Eiweiße.
In den 50er und 60er Jahren erzählten die Zuckerindustrie in der Werbung den Menschen sogar, das Zucker beim Abnehmen helfen würde und nicht gesundheitsschädlich sei. Obwohl sie wussten, dass es nicht stimmt. Leider wurde diese Desinformation, zum größten Teil, Jahrzehntelang von der Lebensmittelindustrie, allen voran der Zucker-, Milch- und Fleischindustrie mit großen Geldsummen und nachweislich erkauften "wissenschaftlichen Studien" verbreitet.
Aber auch das wird sich einmal ändern. Als damals der ersten Wissenschaftler an die Öffentlichkeit trat uns sagte, das Rauchen der Gesundheit erheblichen Schaden zufügt und Nikotin abhängig macht, wurde er auch ausgelacht, beschimpft und bekämpft. Heute wissen wir, dass er recht hatte, und immer mehr Menschen hören mit dem Rauchen auf, wenn Sie können.

Also, nutzen Sie die Fastenzeit doch mal um ihren Horizont zu erweitern. Ihrem Körper etwas Gutes zu tun und vielleicht sogar dauerhaft ihre Ernährung zu verbessern. Denn unsere Art der Ernährung und unser Geschmack ist antrainiert und kann sich ändern. Klinische Studien haben nämlich gezeigt, dass es Menschen nach einer Fastenkur viel leichter fiel, sich im Anschluss gesünder zu ernähren als andere. Sie schmeckten auf einmal wie viel Salz und Zucker in vielen Lebensmitteln steckte und mieden diese vermehrt. Dafür schmeckte ihnen das vorher oft verschmähte Obst und Gemüse weitaus besser als vorher.

Wir verschwenden täglich soviel Geld und Zeit um unserer Gesundheit zu schaden. Wie wäre es denn, wenn wir jetzt einmal etwas Zeit und Geld investieren würden um unsere Gesundheit und vor allem unser Wohlbefinden zu verbessern?

Viel Spaß und Erfolg dabei!

Schreiben Sie uns doch einen kurzen Kommentar, was sie zum Thema Fasten denken, oder welche Erfahrungen Sie selbst schon mit dem Fasten gemacht haben: www.facebook.com/MeinViersen.de

Auch interessant